Historie

Die Stadt Marktleuthen liegt 549 m über dem Meeresspiegel in der Mitte des Fichtelgebirges. Durch die Gebietsreform und der dazugehörigen Eingliederung der umliegenden Dörfer, zählt das 1954 zur Stadt erhobene Marktleuthen derzeit ca. 4000 Einwohner bei einer Fläche von 35,5 qkm. Hauptarbeitgeber ist die Porzellanfabrik Winterling. Des weiteren arbeiten die Marktleuthener in den verschiedensten Bereichen, wie zum Beispiel in der Steinindustrie, Zinngießerei und etlichen Handwerksbetrieben unterschiedlichster Zunft.

Bedauerlicherweise finden nur wenige Feuerwehrkameraden zurzeit in Marktleuthen eine Arbeitsstelle, so dass es während des Tages problematisch ist eine schlagkräftige Wehr zum Ersteinsatz zu bringen.

Seit dem 17. Juni 1876 gibt es in Marktleuthen eine Feuerwehr. Die Feuerwehr Marktleuthen bestand damals aus dem 1. und 2. Spritzenzug und der Sicherheitsmannschaft. Im Laufe der Jahre entwickelte sich ungeachtet des 2. Weltkrieges auch in Marktleuthen eine leistungsstarke Feuerwehr mit immer modernerer Ausrüstung und Gerät. Bereits 1952 besaß die Wehr Marktleuthen eines der ersten Tanklöschfahrzeuge im Landkreis Wunsiedel.

Schon 1964 verfügte die Freiwillige Feuerwehr Marktleuthen über schweren Atemschutz. Zur Zeit gehören der Wehr über 23 atemschutztaugliche Feuerwehrdienstleistende an.

Weiterhin verfügt die Löschgruppe Hebanz über einen Tragkraftspritzenanhänger.

Am 27. und 28. September 1989 ging für die Feuerwehr Marktleuthen ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Ein neues Gerätehaus auf der Überbruck konnte seiner Bestimmung übergeben werden. Im Laufe der nun folgenden Jahre wurde die Ausrüstung der Wehr stetig weiterverbessert. Durch die Anschaffung von Funkmeldeempfänger ist heute die Stützpunktfeuerwehr neben Sirenen – still alarmierbar.

Als eine der ersten Feuerwehren im Landkreis schaffte die Feuerwehr Marktleuthen einen Computer an, um auch in der Verwaltung stets nach vorne zu gehen und gleichfalls auch das Programm BASIS zu nutzen.

Die Feuerwehr Marktleuthen setzt sich zusammen aus:

  •  68 Hauptwehr Marktleuthen
  •    8 Löschgruppe Hebanz
  •  10 Mitglieder der Jugendfeuerwehr
  •  20 passive Mitglieder
  •  38 fördernde Mitglieder
  •    5 Ehrenmitglieder

Zum Fuhrpark gehören in Marktleuthen:

  •  1 Tanklöschfahrzeug TLF 16/25
  •  1 Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20/16
  •  2 Mehrzweckfahrzeuge MZF
  •  1 ELW UG-ÖEL
  •  1 Tragkraftspritzenanhänger TSA
  •  1 Mehrzweckanhänger MZA
  •  1 Anhängeleiter AL 12

Mittlerweile ist das Feuerwehrgerätehaus Marktleuthen zu einem bekannten und beliebten Ausbildungsort geworden. Neben den Unterrichten und Übungen, finden alljährlich auch Ausbildungsveranstaltungen der Feuerwehren des Inspektionsbereiches 4 Landkreis Wunsiedel statt. Wir möchten hier nur die modulare Truppmannausbildung und den Lehrgang für Motorsägenführer nennen.

Eine neue Aufgabe erhielt die Freiwillige Feuerwehr Marktleuthen durch die Übergabe des Einsatzleitwagens Kater Wunsiedel 12/1. Die zentrale Lage Marktleuthens, inmitten des Landkreises, der gute Personal- und Ausbildungsstand und die gesicherte Unterbringung des Einsatzfahrzeuges waren entscheidend für den Standort dieses Fahrzeuges. Die Unterstützungsgruppe „Örtliche Einsatzleitung“ versieht derzeit mit 16 Feuerwehrleuten ihren Dienst. Die UG-ÖEL (Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung) wird durch eine eigene Schleife über Funkmeldeempfänger alarmiert. Ständige Aus und Weiterbildung, auch auf den Bayerischen Feuerwehrschulen Regensburg, Würzburg und Geretsried, sind hierfür unverzichtbar.

Eine verhältnismäßig junge Führungsmannschaft, ein Durchschnittsalter der aktiven Mannschaft von 36 Jahren und eine Durchschnittsdienstzeit von 17 Jahren zeigt ein gutes Gefüge. Trotz alledem ist die Feuerwehr Marktleuthen auch in Zukunft auf Nachwuchskräfte angewiesen, wie man weiß, ist auch bei der Feuerwehr die Jugend die Garantie für die Zukunft.

Auch in sportlicher Hinsicht ist die Wehr Marktleuthen z.B. im Hallenhandball, Fußball und Asphaltkegeln aktiv. In diesen Sportarten konnten schon mehrere Stadtmeistertitel errungen werden.

Dankbar sind wir auch für die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit Stadtführung wie auch Verwaltung. Hier wurde in der Vergangenheit vieles erreicht und für die Zukunft einiges auf den Weg gebracht.

Nicht nur gute Kameradschaft und Zusammenarbeit, sondern auch die Bereitschaft Tag für Tag und Stunde für Stunde „Hab‘ und Gut“ unserer Mitbürger zu schützen sowie im Notfall schnell und unbürokratisch Hilfe zu leisten, verbindet uns mit allen Feuerwehren des Landkreises.

Die einzige Wehr, die nach der Gebietsreform im Stadtgebiet Marktleuthen selbständig blieb, war die Freiwillige Feuerwehr Großwendern. Gegründet wurde sie am 7. Juni 1876. Damals musste man sich noch mit einfachen Mitteln des Feuers erwehren. So bedeutete es einen gewaltigen Fortschritt, als 1890 eine Handdruckspritze angeschafft wurde.

Im Jahre 1925 errichtete die Gemeinde das erste Feuerwehrgerätehaus am Anger. Es steht heute noch und wurde 1996 in Eigenleistung der Großwenderner Vereine renoviert. Einhergehend wurde modernisiert und die Handdruckspritze durch eine Motorspritze ersetzt. 25 Jahre später, nämlich 1950, konnte die Feuerwehr eine zweite Motorspritze in Betrieb nehmen.

Obwohl für eine kleine Gemeinde, hauptsächlich landwirtschaftlich strukturiert, nicht einfach, entschloss man sich 1967 ein modernes Gerätehaus mit Schlauchtrockenturm zu bauen. Verbunden mit der Einweihung hierfür war auch die Übergabe eines neuen Tragkraftspritzenfahrzeuges. Dieses tat bis 1984 zuverlässig seinen Dienst und wunde durch ein modernes TSF ersetzt.

Wir hoffen einen kleinen Einblick in unsere („Ihre“) Feuerwehr gegeben zu haben und bleiben getreu dem Wahlspruch:

 

 

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